Platform Group (Fashionette) – CEO Dr. Benner: „Gehe künftig von höheren Kursen aus“

Interview mit CEO Herr Dr. Benner vom 28.11.2023

Einblick ins Unternehmen The Platform Group

Guten Tag Herr Dr. Benner – bitte geben Sie uns doch einen kurzen Einblick über das Unternehmen und den wichtigsten Kennzahlen.

Als The Platform Group sind wir mit unserer Software und Plattformlösung in 18 Branchen aktiv – vom Möbelhandel bis zur Dentaltechnik ist alles dabei. In Summe planen wir einen Umsatz von 440 Mio. Euro in 2023. Seit Gründung des Unternehmens waren wir stets profitabel, in 2023 rechnen wir mit einem EBITDA von circa 20 Mio. Euro.

Plattform-Launch bei Fashionette

Ende September 2023 hat Fashionette begonnen die angekündigte Plattform zu launchen und hierzu einen 4-Phasen-Plan vorgestellt. Wie ist der aktuelle Stand der Umsetzung – befinden Sie sich im Zeitplan?

Ja, wir haben uns damals entschieden, bei Fashionette in den Markt für Luxusmode einzusteigen, da dieser viel größer ist als für Schuhe oder Taschen.

Unser Eintritt erfolgt in vier Schritten und wir liegen hier gut im Zeitplan, Ende des Jahres werden über 10.000 Artikel von Partnern live sein, Herren- wie auch Damenmode, der Durchschnittspreis liegt dort über 700 Euro, was unsere Erwartungen übertroffen hat. Die stärksten Marken sind Prada, Gucci, Moncler und Burberry.

Schließung unprofitabler Bereiche

Im März 2023 hat Fashionette verkündet, die unprofitablen Geschäftsbereiche Beauty und Smartwatches einzustellen. Im zweiten Quartal resultierten daraus bereits positive Kosteneffekte. Befinden Sie sich bereits in konkreten Verhandlungen?  

Die Entscheidung, beide Bereiche zu schließen und zu verkaufen, war finanzieller Natur. Beide Bereiche haben keine Gewinne erzielt und sind zu unbedeutend gewesen, so dass wir als Vorstand entsprechend Konsequenzen gezogen haben. Wir rechnen mit einem zeitnahen Verkauf, spätestens per Januar 2024.

Wettbewerbliches Umfeld

Die Anzahl an reinen E-Commerce-Händlern im Bereich Luxusmode ist recht überschaubar. Welche Unternehmen – neben Farfetch – zählen Sie noch zu Ihren größten Wettbewerbern? Wo ordnen Sie sich im gesamten Umfeld der Branche ein?

In der Tat gibt es nicht sehr viele Konkurrenten in diesem Bereich, da die Marken hier sehr wählerisch sind und es kaum Plattformen wie uns oder Farfetch weltweit gibt. Daher kann man auch gute Margen erzielen, wenn man die Kosten im Griff hat. Hier sehe ich uns gut aufgestellt.

Kostensenkungsprogramm bei Platform Group

Wachstum um jeden Preis war gestern. Im aktuellen Marktumfeld ist Profitabilität wichtiger denn je. Wie will Fashionette den Spagat zwischen Wachstum und Profitabilität schaffen – und welches von beiden Zielen hat Priorität?

Unser Unternehmen Platform Group war immer profitabel, wir haben den Hype um Wachstum nie mitgemacht. Ohne Profit hat ein Unternehmen langfristig keinen Wert. Daher haben wir auch nach der Übernahme der Fashionette hier ein Kostensenkungsprogramm eingeführt und die Strategie geändert – beides trägt Früchte und wir setzen den Fokus klar auf Gewinn.

Expansionspläne bei Fashionette

Bisher ist Fashionette hauptsächlich in den DACH- und Benelux-Ländern tätig. Wie sehen die Expansionspläne der nächsten Jahre aus?

Wir sind sehr stark in Europa aktiv, daher wird in 2024 der Fokus darauf liegen, dies auszuweiten, jedoch kapitalschonend. News wird es hierzu daher im folgenden Jahr geben.

Künstliche Intelligenz bei der Platform Group

Die künstliche Intelligenz ist seit Jahresbeginn in aller Munde. Gibt es auch bei der Platform Group Bereiche, die bereits von KI profitieren?

Ja, wir sind sehr umfangreich hier engagiert, sowohl bei Suchmetriken wie auch Kundenempfehlungen. Gleiches gilt für die Marketingaussteuerung.

Bewertung des Aktienkurses

The Platform Group wird an der Börse derzeit mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von ca. 0,2 bewertet. Finden Sie Ihren Aktienkurs derzeit fair bewertet?

Das muss jeder Aktionär für sich entscheiden. Als Vorstand sehe ich das als eine sehr günstige Bewertung an und kaufe daher gerne selbst weitere Aktien, da ich künftig von höheren Kursen und einem höheren Wert des Unternehmens ausgehe.

Quelle: Aktien.Guide

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