Nvidia Insiderverkäufe: Führungskräfte verkaufen massenhaft Aktien + 3 weitere Risiken

Massive Insiderverkäufe bei Nvidia

Keine andere Aktie hat in 2023 für solche Furore wie die Nvidia Aktie gesorgt. Keine Frage – Nvidia ist mit Sicherheit derzeit technologisch führend und der ganz große Gewinner der Künstlichen Intelligenz.

Allerdings hat die Nvidia Aktie sich in diesem Jahr bereits mehr als verdreifacht. Mit einem KGV von 63 und KUV von 26 ist die Aktie ziemlich teuer bewertet. Das Beste aller Welten ist vermutlich bereits eingepreist. Bereits das kleinste Haar in der Suppe könnte zu großen Abverkäufen der Aktie führen. Und mit zunehmenden Exportverboten, aufholendem Wettbewerb und einer vergangenen Sonderkonjunktur steigt die Gefahr, dass Nvidia‘s Wachstumsraten in naher Zukunft nicht den Erwartungen standhalten könnten.

Ahnt die Führungsetage bei Nvidia das bereits? Fakt ist, dass die Führungskräfte inkl. CEO Jen-Hsun Huang Ende November massiv eigene Aktien verkauft haben.

Nach Angaben von Washington Service haben CEO Jen-Hsun Huang, Debora Shoquist (Executive Vice President of Operations), Dawn Hudson (Director), Mark Stevens (Director), John Dabiri (Board of Director) und weitere alleine im November Aktien im Wert von mehr als 180 Millionen USD verkauft. (Hinweis: Teilweise sind Termingeschäfte enthalten)

Insider

Datum

Transaktion

Anzahl 

verkaufte Aktien

Kurs in USD

Gesamtwert

HUANG JEN HSUN

11/29/2023

Verkauf

116000

0 USD

SHOQUIST DEBORA

11/29/2023

Verkauf

15824

479,37 USD

7.585.550,88 USD

SHOQUIST DEBORA

11/28/2023

Verkauf

20000

475,90 USD

9.518.000,00 USD

HUDSON DAWN E

11/28/2023

Verkauf

11000

477,77 USD

5.255.470,00 USD

SHOQUIST DEBORA

11/27/2023

Verkauf

20000

477,71 USD

9.554.200,00 USD

STEVENS MARK A

11/27/2023

Verkauf

10000

483,18 USD

4.831.800,00 USD

STEVENS MARK A

11/24/2023

Verkauf

280

482,00 USD

134.960,00 USD

DABIRI JOHN

11/24/2023

Verkauf

218

484,99 USD

105.727,82 USD

Weitere Exportverbote?

Bereits im Oktober 2023 schränkte die US-Regierung den Export die für den chinesischen Markt entwickelten H800- und A800 Chips weiter ein. Nvidia reagierte prompt und gab die Entwicklung leistungsschwächerer Chips bekannt, welche sie somit wieder nach China exportieren dürfen.

Jetzt will die US-Regierung aber auch noch das letzte Schlupfloch für Nvidia stopfen. US-Außenhandelsministerin Gina Raimondo sprach am 04.12.2023 folgende Warnung an Nvidia aus: „Wir können nicht zulassen, dass China diese Chips bekommt.“

Weiter wird sie deutlich: „Wenn ihr einen Chip neu entwickelt, der es ihnen (China) ermöglicht, KI zu betreiben, werde ich ihn schon am nächsten Tag verbieten“.

AMD entwickelt neuen Hochleistungschip

AM 07.12.2023 gab AMD bekannt, ab Anfang 2024 den neuen MI300X Grafikprozessor anbieten zu können. Dieser biete nach Angaben AMDs nicht nur die gleiche Rechenleistung wie Nvidias H100-Chip, sondern übertrifft sogar einige andere Leistungsmetriken wie zum Beispiel bei der Speicherkapazität. Diese Ankündigung dürfte Nvidia nicht freuen.

Laut CEO Lisa Su ist AMDs neuer MI300X-Chip der leistungsstärkste Beschleuniger der Welt für generative KI.

Nvidia’s Sonderkonjunktur dürfte sich nicht wiederholen

Nvidia’s Umsätze (und dementsprechend auch die letzten Quartalszahlen) haben massiv aufgrund der drohenden Exportverbote profitiert: Chinesische Tech-Konzerne wie Alibaba, Baidu & Tencent hatten jeweils Bestellungen im Wert von jeweils mehr als eine Milliarden Dollar für Nvidia’s Chips aufgegeben. Der Großteil der Chips diente hierbei wohl zur Bevorratung der chinesischen Unternehmen, die richtigerweise spekulierten, dass die US-Regierung diese Exporte einschränken will.

Teilweise haben die chinesischen Firmen so viel vorbestellt, dass sie nun Chips für ein komplettes Jahr bevorratet haben. Die Wachstumsraten von Nvidia für den chinesischen Raum dürften somit eine einmalige Sache gewesen sein und sich in einem solchen Ausmaß nicht wiederholen.

Disclaimer

Alle Beiträge und Artikel auf dieser Seite wurden nach bestem Wissen und mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Trotzdem kann die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Aussagen, Daten und Inhalte nicht garantiert werden. Für daraus resultierende Folgen – wie zum Beispiel schlechte Anlageentscheidungen – wird keine Haftung durch den Autor oder der Seite „Insider-Aktien“ übernommen.

Weiterhin handelt es sich zu keinem Zeitpunkt um eine Anlageberatung, Rechtsberatung, Steuerberatung oder irgendeine andere fachliche Beratung. Sämtliche Inhalte stellen journalistische Publikationen dar. Sie dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Lernzwecken und stellen ausnahmslos und zu jeder Zeit unsere persönliche Meinung und Einschätzung dar.

Die Investition in Finanzprodukte wie Wertpapiere, Anteile und Kredite ist mit hohen Risiken, bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals verbunden.