Nvidia: USA verbieten den Export des A800- und H800-Chips

DIe Chiphersteller Nvidia und AMD berichteten Anfang der Woche, die US Regierung habe einige Ihrer wichtigsten Chips für den Export in Länder des mittleren Ostens verboten. Hervon betroffen sind Nvidias Chips A800 und H800.

Quelle: stability.ai (AI-tool)

Vergangene Chip-Exportverbote

Bislang verhängte die US-Regierung lediglich Exporteinschränkungen für den GPU-Beschleuniger A100 für China. Daraufhin entwickelte Nvidia verschiedene Ausführungen des Chips wie den A800 und H800. Diese kommen sehr nahe an die Leistung des A100-Chips hin, konnten durch die Anpassung bislang allerdings einem Exportverbot umgehen. Das ändert sich jetzt aber zumindest für einige Länder und könnte Nvidias Wachstum ausbremsen.

Die US-Regierung ging nicht näher darauf ein, welche Risiken der USA mit der neuen Exportbeschränkung verhindert werden sollen. Vermutlich will die Biden-Administration jedoch das maschinelle Lernen und die KI-Anwendungsmöglichkeiten dieser Länder erschweren.

Nvidias Chips eignen sich hervorragend zum Trainieren von KI-Anwendungen hinsichtlich automatischer Bild- und Spracherkennung. Diese Anwendung können einerseits in Smartphones eingesetzt werden, andererseits jedoch auch im Militär. Letzteres sieht die US-Regierung womöglich als Bedrohung.

Nvidias Reaktion auf das Exportverbot

Nvidia gab daraufhin bekannt, dass sie ihre größten Umsätze innerhalb der USA, China und Taiwan erzielen und keinen Umsatzeinbruch aufgrund der Exporteinschränkungen in Ländern des mittleren Ostens erwarten.

Nvidida offenbarte allerdings nicht, welche Länder des mittleren Ostens betroffen sind.

Werden die Exportverbote überhaupt wirken?

Kritische Stimmen der Wallstreet hinterfragen, wie sehr Exportverbote gegen Nvidia überhaupt wirken können. Es ist davon auszugehen, dass andere Länder die entsprechenden Chips kaufen könnten, und auf dem Schwarzmarkt zu erhöhten Preisen an die von Exportbeschränkungen betroffenen Länder weiter verkaufen könnten.

Ähnliches haben wir bereits in den letzten beiden Jahren gesehen, als sich einige Staaten gegen den Kauf von russischem Öl ausgesprochen haben. Der Verdacht liegt Nahe, dass Länder wie Singapur günstig russisches Öl importieren, msichen, neu ettiketieren und teurer an andere Länder weiterverkaufen. Genau an diese Länder, die sich ein selbsternanntes Importverbot von russischem Öl auferlegt haben.

Das große Risiko: Nvidias Bewertung hat das beste aller Welten eingepreist

Nvidias Aktienkurs hat sich dieses Jahr bereits vervierfacht und ist damit inzwischen sehr sportlich bewertet.

Quelle: https://de.investing.com/equities/nvidia-corp

Nvidida ist auch nach der negativen Kursreaktion auf die Exportbeschränkungen weiterhin mit mehr als 1 Billionen USD bewertet. Dies entspricht einem aktuellen Kursumsatzverhältnis von über 30, sowie einem KGV von ca. 100. Bei dieser enormen Bewertung sollte klar sein, dass die Aktie auf Perfektion getrimmt ist und jedes Haar in der Suppe bestraft wird.

Auch wenn Nvidia zukünftige Wachstumserwartungen nur leicht verfehlen sollte, könnte dass einen starken Aktieneinbruch mit sich bringen. Ob man dieses Risiko tragen möchte, muss jeder Investor für sich selbst entscheiden.

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